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Mitarbeiter nutzt Tablet mit NEXT-BIM Augmented Reality im Korridor des Kantonsspitals Aarau, BIM-Modell zeigt verdeckte Leitungen über der Decke

Blick durch die Decke: Mit NEXT-BIM werden Leitungen und Anlagen im Korridor des Kantonsspitals Aarau in Augmented Reality sichtbar.

Praxisbericht

Kantonsspital Aarau: Wie digitale Kontinuität Bauausführung, As-Built-BIM und Instandhaltung verbindet

Am Kantonsspital Aarau nutzte Generalunternehmer Implenia NEXT-BIM für Bauüberwachung und As-Built-Verifizierung in Augmented Reality. Durch die Anbindung an die LIBAL CDE steht das BIM-Modell heute auch den Instandhaltungsteams im laufenden Spitalbetrieb zur Verfügung.

Kantonsspital Aarau, Schweiz

Bei einem Spitalprojekt ist die Qualität der Informationen ebenso wichtig wie die Qualität der Bauausführung. Gesundheitsbauten vereinen dichte Leitungsnetze, kritische Anlagen, strenge betriebliche Anforderungen und höchst anspruchsvolle Instandhaltungsbedürfnisse.

In diesem Kontext haben NEXT-BIM und LIBAL beim Projekt Kantonsspital Aarau zusammengearbeitet. Diese Erfolgsgeschichte zeigt den Wert eines durchgängigen digitalen Workflows vom Bau bis zum Betrieb.

Wie wurde das BIM-Modell während der Bauphase auf der Baustelle genutzt?

Während der Bauphase setzte der Generalunternehmer Implenia NEXT-BIM für drei zentrale Aufgaben ein: Bauüberwachung, Ausführungskontrolle und digitale As-Built-Verifizierung.

Mit NEXT-BIM konnten die Projektteams direkt auf der Baustelle in Augmented Reality (AR) auf das BIM-Modell zugreifen und den gebauten Zustand mit dem digitalen Modell vergleichen. Dieser Ansatz unterstützte die Bauinspektionen vor Ort, reduzierte Abweichungen zwischen Planung und Ausführung und ermöglichte den schrittweisen Aufbau eines zuverlässigen As-Built-Modells.

Das Ziel bestand nicht nur darin, das Modell auf der Baustelle „anzusehen“, sondern nützliche, strukturierte und wiederverwendbare Felddaten für die nächsten Phasen des Gebäudelebenszyklus zu schaffen.

Warum lohnt sich BIM auch in der Betriebsphase eines Spitals?

Nach Abschluss der von Implenia durchgeführten Bauarbeiten erkannten die Instandhaltungsteams des Kantonsspitals Aarau einen klaren Nutzen darin, NEXT-BIM auch in der Betriebsphase weiter anzuwenden.

Ein As-Built-BIM-Modell entfaltet seinen vollen Wert nur dann, wenn es für die Teams, die das Gebäude täglich betreiben und instand halten, zugänglich, verständlich und nutzbar bleibt.

In einer Spitalumgebung müssen Instandhaltungsmitarbeitende:

  • Anlagen schnell lokalisieren,
  • deren technischen Kontext verstehen,
  • auf zugehörige Informationen und Dokumentationen zugreifen,
  • Einsätze auch in komplexen oder stark eingeschränkten Bereichen effizient durchführen.

Genau hier bringt die Verbindung zwischen NEXT-BIM und LIBAL einen erheblichen Mehrwert.

Was leistet die Integration von NEXT-BIM und LIBAL?

LIBAL ist die CDE (Common Data Environment) des Bauherrn und macht Gebäudewissen nutzbar: Die Plattform zentralisiert, prüft und strukturiert alle Daten, die für Gebäudebetrieb und Instandhaltung erforderlich sind, darunter technische Eigenschaften, Anlageninformationen, Dokumentationen und Betriebsdaten. Diese stellt sie als verlässliche, durchsuchbare Wissensbasis bereit.

NEXT-BIM hat seine Anwendung mit LIBAL verbunden, um diese technischen Eigenschaften und Dokumente direkt in der Visualisierungsumgebung vor Ort abzurufen.

In der Praxis können Nutzerinnen und Nutzer:

  1. 1 das BIM-Modell in NEXT-BIM öffnen;
  2. 2 ein Objekt oder eine Anlage auswählen;
  3. 3 technische Eigenschaften aus LIBAL einsehen;
  4. 4 auf die zugehörige technische Dokumentation zugreifen;
  5. 5 die Anlage in ihrem realen Kontext vor Ort visualisieren;
  6. 6 direkt von LIBAL zu NEXT-BIM in den Viewer- oder Augmented-Reality-Modus wechseln.
NEXT-BIM Info-Werkzeug zeigt LIBAL-Daten eines Heizkörpers: Hersteller, Garantie, Inbetriebsetzungsdatum sowie Produktdatenblatt und Betriebsanleitung
Das Info-Werkzeug in NEXT-BIM: Technische Eigenschaften und Dokumente aus der LIBAL CDE, hier am Beispiel eines Heizkörpers, direkt im BIM-Modell abrufbar.

„Durch Wände sehen“: Wie Augmented Reality die Instandhaltung verbessert

Einer der zentralen Vorteile von NEXT-BIM in der Betriebsphase ist die Visualisierung des BIM-Modells direkt vor Ort in Augmented Reality.

Instandhaltungsmitarbeitende können sich im Gebäude positionieren und Leitungen, Anlagen und BIM-Objekte in ihrer realen Umgebung betrachten, einschliesslich Elementen, die hinter Wänden, Decken oder Verkleidungen verborgen sind.

Diese Fähigkeit, „durch Wände zu sehen“, bietet konkrete Vorteile für die Instandhaltung:

  • besseres Verständnis technischer Bereiche;
  • schnellere Lokalisierung von Anlagen;
  • weniger Zeitaufwand bei der Informationssuche;
  • weniger Fehler bei Einsätzen;
  • direkter Zugriff auf das BIM-Modell und die zugehörigen Daten vor Ort;
  • stärkere Kontinuität zwischen Dokumentation, BIM-Daten und dem physischen Gebäude.

In einem Spital, in dem Systemverfügbarkeit und Einsatzeffizienz entscheidend sind, trägt dieser Ansatz zur Verbesserung der betrieblichen Zuverlässigkeit bei.

Digitale Kontinuität endet nicht bei der Gebäudeübergabe

Das KSA-Projekt zeigt: Digitale Kontinuität sollte nicht bei der Gebäudeübergabe enden.

Mit NEXT-BIM und LIBAL werden die während Planung und Bau erzeugten und angereicherten Informationen direkt für die Instandhaltungsteams nutzbar. So entsteht ein digitaler Gebäudezwilling, der im Alltag tatsächlich genutzt wird: Das BIM-Modell ist nicht mehr nur ein Projektergebnis, sondern wird zum täglichen operativen Werkzeug.

Diese Zusammenarbeit spiegelt eine gemeinsame Vision wider: Daten, Dokumente und BIM-Modelle mit dem Feld zu verbinden, damit Mitarbeitende mit zuverlässigen, zugänglichen und kontextualisierten Informationen arbeiten können.

Eine Erfolgsgeschichte über den gesamten Gebäudelebenszyklus

Die Partnerschaft zwischen NEXT-BIM und LIBAL am Kantonsspital Aarau zeigt den Wert von BIM, wenn es den gesamten Gebäudelebenszyklus unterstützt. Dank der Bauphase mit Implenia und der Integration beider Systeme verbindet die Lösung heute:

  • das As-Built-BIM-Modell,
  • technische Daten,
  • Anlagendokumentation,
  • das physische Gebäude,
  • die operativen Bedürfnisse der Instandhaltungsteams.

Diese Kontinuität von der Bauphase bis zum Betrieb verleiht BIM seinen vollen Wert.

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist ein As-Built-BIM-Modell?

Ein As-Built-BIM-Modell ist ein digitales Gebäudemodell, das den tatsächlich gebauten Zustand dokumentiert und nicht nur die Planung. Es dient als verlässliche Datengrundlage für Betrieb, Instandhaltung und spätere Umbauten.

Was bedeutet digitale Kontinuität im Bauwesen?

Digitale Kontinuität bedeutet, dass die während Planung und Bau erzeugten Daten ohne Bruch in die Betriebsphase übergehen und dort vom Betriebspersonal unterschiedlicher Fachbereiche weiter genutzt werden können.

Wie funktioniert die Integration von NEXT-BIM und LIBAL?

NEXT-BIM ruft technische Eigenschaften und Dokumente aus der LIBAL CDE direkt in der Feldvisualisierung ab. Anwenderinnen und Anwender wählen ein Objekt im BIM-Modell aus und sehen sofort alle zugehörigen Instandhaltungsdaten, auch in Augmented Reality vor Ort.

Welche Vorteile bietet Augmented Reality in der Gebäudeinstandhaltung?

AR ermöglicht es, verdeckte Leitungen und Installationen hinter Wänden und Decken sichtbar zu machen. Das beschleunigt die Lokalisierung von Anlagen, reduziert Suchzeiten und verringert Fehler bei Einsätzen.

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