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Fachbeitrag

Gebäudedokumente automatisch zuordnen

Der Document-Linker verknüpft jedes Dokument mit der Anlage, zu der es gehört

Daniel Schwarz, Geschäftsführer LIBAL ·
Illustration, links ein ungeordneter Stapel Gebäudedokumente, in der Mitte ein Laptop, rechts ein Gebäudeschnitt mit Büro, Lüftungsgerät und Umwälzpumpe, an denen je ein Dokument mit Häkchen hängt

Vom Stapel zur Anlage. Jedes Dokument hängt am Ende dort, wo es im Betrieb gesucht wird.

Kurz gesagt. Das mühselige Erfassen von Metadaten zu jedem Gebäudedokument entfällt. Der Document-Linker ordnet die Dokumente automatisch den passenden Objekten im Gebäudedatenmodell zu, vom ganzen Gebäude bis zur einzelnen Anlage, und bestimmt für jedes Dokument die Dokumentart gemäss Informationsanforderung. Ein Sprachmodell liest dazu den Inhalt jedes Dokuments und begründet jeden Vorschlag, ein Mensch prüft und bestätigt. Das Programm läuft vollständig auf dem eigenen Computer, kein Dokument verlässt das Haus. So lässt sich KI auch für vertrauliche Unterlagen nutzen.

Zu jeder Gebäudeübergabe gehört neben dem Gebäudedatenmodell ein Paket von Dokumenten. Bedienungsanleitungen, Datenblätter, Inbetriebnahme- und Prüfprotokolle, Konzepte. Damit der Betrieb damit arbeiten kann, muss jedes Dokument an dem Objekt hängen, zu dem es gehört. An der Umwälzpumpe im Technikraum, am Lüftungsgerät, am Geschoss oder am ganzen Gebäude. Genau diese Zuordnung übernimmt der neue Document-Linker von LIBAL.

Warum die Zuordnung von Hand nicht reicht

Bei wenigen Dokumenten ist die Zuordnung schnell gemacht. Bei mehreren hundert wird das Erfassen der Metadaten, also Dokumentart und zugehörige Anlage, zur Fleissarbeit, die selten vollständig gelingt. Dazu kommt, dass Dateinamen kaum je mit den Bezeichnungen im Gebäudedatenmodell übereinstimmen. Einem Scan mit einer laufenden Nummer im Namen sieht niemand an, dass er das Inbetriebnahmeprotokoll einer bestimmten Pumpe ist.

Was bleibt, sind Dokumente, die zwar abgelegt sind, aber an keiner Anlage auffindbar. Die Datei existiert, die Verbindung zur Anlage fehlt.

Der Inhalt zählt, nicht der Dateiname

Der Document-Linker liest jedes Dokument, gescannte Seiten mit Texterkennung. Er erkennt darin Typenbezeichnungen, Anlagencodes, Räume und Geschosse und vergleicht sie mit den Objekten im Gebäudedatenmodell. So findet er die richtige Zuordnung auch dann, wenn der Dateiname etwas ganz anderes sagt.

Ein sprechender Dateiname hilft zusätzlich. Entscheidend wird er nur bei Dokumenten, die keinen lesbaren Text enthalten.

Der Ablauf in vier Schritten

Schaubild mit vier Schritten, Hochladen der Gebäudedaten und der Dokumente, Vorschläge des Sprachmodells, Prüfung durch den Menschen und Export
Hochladen, warten, prüfen, exportieren. Der Mensch bestätigt, bevor das Ergebnis entsteht.

Erstens laden Sie das Gebäudedatenmodell und eine ZIP-Datei mit allen Dokumenten hoch. Die Ordner in der ZIP-Datei bleiben erhalten.

Zweitens liest das Sprachmodell jedes Dokument und schlägt vor, wohin es gehört. Das kann das ganze Gebäude sein, ein Geschoss, ein Raum, eine Zone, ein System, ein Produkttyp oder eine einzelne Anlage. Ein Brandschutzkonzept gehört zum Beispiel zum Gebäude und zu jedem Geschoss, das darin als eigener Brandabschnitt beschrieben ist. Zudem bestimmt das Sprachmodell die Dokumentart, etwa Bedienungsanleitung, Datenblatt oder Prüfprotokoll. Die erlaubten Dokumentarten sind im Gebäudedatenmodell hinterlegt und aus der Informationsanforderung abgeleitet.

Drittens prüfen Sie die Vorschläge und bestätigen oder ändern sie.

Viertens exportieren Sie das Ergebnis und nutzen Sie es in LIBAL oder einem anderen System weiter.

Jeder Vorschlag ist begründet

Bildschirmansicht des Document-Linker mit sechs zugeordneten Dokumenten, ein Brandschutzkonzept ist geöffnet und dem Gebäude sowie drei Geschossen zugeordnet, jeweils mit Prozentangabe und Begründung
Jede Zuordnung mit Sicherheit und Begründung. Ein Brandschutzkonzept hängt am Gebäude und an jedem Geschoss mit eigenem Brandabschnitt. Beispiel mit Musterdaten.

Zu jeder Zuordnung zeigt der Document-Linker, wie sicher das Sprachmodell ist, und in einem Satz, warum. Unsichere Fälle sind von sich aus zur Prüfung markiert, etwa gescannte Dokumente oder Vorschläge mit tiefer Sicherheit. Ein Klick auf den Dateinamen öffnet das Dokument, so lässt sich jeder Vorschlag direkt am Original prüfen.

Passt ein Vorschlag nicht, wird die Zuordnung entfernt oder eine andere Anlage, ein anderer Raum gewählt. Das Programm entscheidet nicht allein. Es schlägt vor, der Mensch bestätigt.

Vertrauliche Dokumente bleiben im Haus

Gebäudedokumente sind oft vertraulich. Pläne, Brandschutzkonzepte und Angaben zu Sicherheits- und Zutrittsanlagen zeigen, wie ein Gebäude funktioniert und wo es verletzlich ist. Viele Eigentümer der öffentlichen Hand, Spitäler und Betreiber kritischer Infrastruktur dürfen solche Unterlagen nicht an einen Onlinedienst übergeben. Für sie kam KI bei der Dokumentation bisher kaum in Frage.

Beim Document-Linker laufen Programm und Sprachmodell deshalb vollständig auf dem eigenen Computer. Kein Dokument wird an einen Onlinedienst gesendet, kein Dokument fliesst in ein fremdes Sprachmodell ein, und das Programm ist im Netzwerk nicht erreichbar.

Damit entfallen die Fragen, die KI Vorhaben sonst bremsen. Wo werden die Daten verarbeitet, wer hat Zugriff, was geschieht danach mit ihnen. Die Dokumente bleiben dort, wo sie heute schon liegen, und unterstehen weiter den eigenen Regeln zur Informationssicherheit. So lässt sich KI auch für Unterlagen nutzen, die das Haus nicht verlassen dürfen.

Was am Ende vorliegt

Das Ergebnis besteht aus drei Teilen. Das Gebäudedatenmodell mit den neuen Verknüpfungen, eine je Zuordnung und jeweils mit der Dokumentart. Die Dokumente selbst, unverändert und in der ursprünglichen Ordnerstruktur. Und ein Bericht, der für jedes Dokument zeigt, wohin es zugeordnet wurde, wie sicher und mit welcher Begründung.

Die bestehenden Gebäudedaten bleiben unverändert. Das Ergebnis lässt sich wie gewohnt in LIBAL oder ein anderes System übernehmen. Dort hängt jedes Dokument an der Anlage, zu der es gehört.

Häufige Fragen

Was macht der Document-Linker?

Er ordnet die Dokumente eines Gebäudes den passenden Objekten im Gebäudedatenmodell zu, vom ganzen Gebäude über Geschosse, Räume und Systeme bis zur einzelnen Anlage, und bestimmt die Dokumentart gemäss Informationsanforderung. Das Ergebnis ist das Gebäudedatenmodell mit den neuen Verknüpfungen, dazu die Dokumente und ein Bericht.

Müssen Metadaten noch von Hand erfasst werden?

Nein. Der Document-Linker schlägt für jedes Dokument die Zuordnung und die Dokumentart vor. Von Hand bleibt nur die Prüfung der Vorschläge.

Welche Daten braucht das Programm?

Ein Gebäudedatenmodell im Format COBie, wie es bei vielen Übergaben ohnehin geliefert wird, und die Dokumente als ZIP-Datei.

Wie entsteht ein Gebäudedatenmodell im Format COBie?

Liegt ein IFC-Modell aus der Planung vor, erzeugt der IFC-COBie-Converter von LIBAL daraus das Gebäudedatenmodell. Wer seine Gebäudedaten bereits in LIBAL führt, exportiert es direkt aus LIBAL.

Muss der Dateiname mit der Bezeichnung im Gebäudedatenmodell übereinstimmen?

Nein. Das Sprachmodell liest den Inhalt jedes Dokuments, auch gescannte Seiten mit Texterkennung. Ein sprechender Dateiname hilft zusätzlich, entscheidend ist er nur bei Dokumenten ohne lesbaren Text.

Verlassen die Dokumente den eigenen Computer?

Nein. Das Programm und das Sprachmodell laufen vollständig lokal. Es wird kein Onlinedienst genutzt, und das Programm ist im Netzwerk nicht erreichbar.

Warum läuft das Sprachmodell lokal?

Weil Gebäudedokumente oft vertraulich sind, etwa Pläne, Brandschutzkonzepte oder Angaben zu Sicherheitsanlagen. Lokal verlässt kein Dokument den eigenen Computer und fliesst in kein fremdes Sprachmodell ein. So lässt sich KI auch dort nutzen, wo Unterlagen nicht an einen Onlinedienst gehen dürfen.

Wie ist die Datensicherheit beim Document-Linker gewährleistet?

Die Dokumente bleiben auf dem eigenen Computer und unterstehen weiter den eigenen Regeln zur Informationssicherheit. Es wird kein Onlinedienst genutzt, kein Dokument fliesst in ein fremdes Sprachmodell ein, und das Programm ist im Netzwerk nicht erreichbar. Die Originaldokumente und die bestehenden Gebäudedaten werden nicht verändert.

Wer entscheidet über die Zuordnung?

Der Mensch. Das Programm macht Vorschläge, jeweils mit Sicherheit und Begründung, und markiert unsichere Fälle zur Prüfung. Jede Zuordnung lässt sich bestätigen, entfernen oder ersetzen.

Wie erhalten Kunden den Document-Linker?

Kunden erhalten das Programm von LIBAL und arbeiten damit selbst auf ihrem eigenen Computer. Das Ergebnis lässt sich wie gewohnt in LIBAL oder ein anderes System übernehmen.

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